Was ein Erklärfilm über einzelne Clips hinaus braucht
Ein Generator erzeugt aus einem Text-Prompt meist einen kurzen Clip. Ein Erklärfilm mit 60 Sekunden erzählt dagegen eine Geschichte über viele Szenen. Dafür braucht es:
- Skript: Der Text legt fest, was gesagt wird. Er steht vor dem ersten Prompt.
- Reihenfolge: Ein Storyboard zeigt vorab, welches Bild zu welchem Satz gehört.
- Gleichbleibende Figuren: Bei einzeln erzeugten Clips können Gesicht, Kleidung oder Proportionen von Szene zu Szene abweichen.
- Marke: Farben, Schriften und Logo müssen stimmen. Schrift im Bild gelingt nicht immer fehlerfrei.
- Ton: Sprechertext, Musik und Bild müssen zur Länge jeder Szene passen.
- Rechte: Für jeden Baustein muss klar sein, wofür du ihn nutzen darfst.
Je höher dein Anspruch an Marke und Logik, desto mehr Versuche brauchst du oft je Szene. Wie du Szenen vorab planst, zeigt Storyboard erstellen.
Wann ein KI-Video-Generator besser passt
Ein Generator hat echte Stärken: Du machst eine Idee sichtbar, ohne ein Team zu beauftragen. Typische Fälle:
- Ideen prüfen: Du testest ein Motiv oder eine Stimmung, bevor du Zeit in ein Skript steckst.
- Moodboards: Du zeigst im Team, in welche Richtung ein Film gehen soll.
- Hintergründe und Zwischenbilder: Atmosphäre ohne feste Figur und ohne Schrift, etwa für Präsentationen.
- Stimmungsclips für Social Media: kurze Sequenzen, die ohne Erklärung und ohne Sprecher auskommen.
Bleibt ein Clip Entwurf oder intern, werden auch die Fragen zu Rechten und Kennzeichnung kleiner.
Rechte, Kennzeichnung und Risiko
Bei Generator-Clips prüfst du vier Dinge: Nutzungsbedingungen, Urheberrecht, Kennzeichnung und Bildnisse. Alles hier ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung.
Nutzungsbedingungen: Jeder Anbieter regelt selbst, ob du Ergebnisse gewerblich nutzen darfst und was mit hochgeladenem Material passiert, oft je nach Tarif.
Urheberrecht: Das Gesetz schützt nur persönliche geistige Schöpfungen (§ 2 Abs. 2 UrhG). Ob ein Clip aus einem kurzen Prompt dazu zählt, ist eine offene Rechtsfrage. Bei einem gestalteten Film kann dir der Urheber Nutzungsrechte einräumen (§ 31 Abs. 1 UrhG), bei Generator-Clips gilt meist die Lizenz des Anbieters.
Kennzeichnung: Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 verteilt Transparenzpflichten auf zwei Rollen. Der Anbieter des Generators sorgt grundsätzlich für eine maschinenlesbare Markierung der Ausgaben (Abs. 2). Wer ein solches System beruflich einsetzt, ist Betreiber (Art. 3 Nr. 4).
Erzeugst du als Betreiber einen Deepfake, legst du grundsätzlich offen, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert ist (Abs. 4). Gemeint sind Inhalte, die existierenden Personen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt wirken (Art. 3 Nr. 60). Bei offensichtlich künstlerischen, satirischen oder fiktionalen Werken beschränkt sich die Pflicht auf einen angemessenen Hinweis, der das Werk nicht stört.
Bildnisse: Erkennt man im Clip einen echten Menschen, etwa nach einem Foto aus deinem Team, brauchst du zum Verbreiten grundsätzlich seine Einwilligung (§ 22 KUG).
Für unseren Film legen die AGB fest, wofür du ihn nutzen darfst. Mehr zur Rechtefrage: Nutzungsrechte am Erklärfilm. Videos mit sprechenden Figuren behandelt KI-Avatar oder Erklärfilm.
Wann ein Film von sechzigsekunden passt
Ein Film von uns passt, wenn Kunden, Partner oder Investoren dein Angebot in 60 Sekunden verstehen sollen: auf der Website, im Vertrieb oder in Social Media.
Wir drehen nicht: Jeder Film ist gestaltet, es gibt weder Drehtag noch Kamera. Für echte Aufnahmen brauchst du eine Filmproduktion.
Generator und Erklärfilm kombinieren
Die beiden Wege schließen sich nicht aus. Sammle mit einem Generator Bildideen und zeig sie im Storyboard-Call als Referenz. Den Stil des Films wählen wir dann gemeinsam aus unserer Bibliothek.
Bring auch Farben, Schriften und Logo deiner Marke mit.
So läuft es bei sechzigsekunden
Der Ablauf hat drei feste Schritte, ohne Prompts und ohne eigenen Schnitt.
- Schritt 1:InterviewDu beantwortest Fragen zu deinem Unternehmen und deinen Kunden, gesprochen oder getippt. Rechne mit etwa 4 Minuten Sprechzeit.
- Schritt 2:Storyboard-CallWir zeigen dir das Storyboard mit allen Szenen, Bildern und Sprechertexten. Einen Auftrag gibt es erst, wenn du es nach dem Call freigibst.
- Schritt 3:Film in 7 Werktagen*Nach deinem Okay zum Storyboard entstehen Animation, Musik und Ton. Clips zusammensetzen musst du nicht: Der Film kommt in 16:9 und 9:16, mit einer Korrekturrunde.
Fragen und Antworten
Kann ein KI-Video-Generator einen Erklärfilm ersetzen?
Teilweise. Für Ideen, Moodboards und Hintergründe reicht oft ein Generator. Für einen fertigen Erklärfilm übernimmst du Skript, Schnitt, Ton, einheitliche Figuren und Rechte selbst.
Wie erstelle ich ein Erklärvideo mit KI?
Schreib zuerst das Skript und teil es in Szenen. Erzeuge je Szene mehrere Clips, wähle die passenden aus und schneide sie mit Sprecher und Musik zusammen. Eine Anleitung gibt Erklärvideo selbst erstellen.
Muss ich KI-Videos kennzeichnen?
Bei Deepfakes grundsätzlich ja. Wirkt dein Clip wie eine echte Aufnahme existierender Personen oder Orte, legst du als beruflicher Nutzer grundsätzlich offen, dass er künstlich erzeugt ist. Das sieht Art. 50 Abs. 4 der Verordnung (EU) 2024/1689 vor.
Wie lange dauert es, ein Erklärvideo zu erstellen?
Mit einem Generator hängt das von Skript, Zahl der Versuche und Schnitt ab. Bei sechzigsekunden zählen 7 Werktage* ab dem vollständigen Interview und deiner Freigabe des Storyboards. Mehr Details: Wie lange dauert ein Erklärfilm?.





