Kurz gesagt
Ein Storyboard ist dein Skript in Bildern. Du teilst den Text in Szenen, legst für jede Szene Bild, gesprochenen Text, Bewegung und Ton fest und prüfst den Ablauf, bevor die Animation beginnt. Änderungen kosten im Storyboard Minuten, in der fertigen Animation oft Tage.
Inhalt8
Was ein Storyboard ist und wofür du es brauchst
Ein Storyboard ist eine Reihe von Bildern, die zeigt, was im Film nacheinander passiert. Unter jedem Bild steht, was gesagt wird, was sich bewegt und was zu hören ist. Es ist die Brücke zwischen Text und Animation.
Für einen Erklärfilm ist das Storyboard der wichtigste Prüfpunkt. Hier siehst du zum ersten Mal, ob die Geschichte trägt, ob die Bilder zum Text passen und ob die Reihenfolge stimmt. Was du hier änderst, ist schnell geändert. Was du erst im fertigen Film änderst, muss neu gestaltet, neu animiert und neu vertont werden.
Was du vor dem ersten Bild brauchst
Ein Storyboard baut auf drei Dingen auf. Fehlt eins davon, zeichnest du später doppelt.
- Ein fertiges Skript: Der gesprochene Text steht und ist laut gelesen worden. Wie du ihn schreibst, steht in Erklärfilm-Skript schreiben.
- Ein Stil: Papier, Isometrie, Typo oder Software-Oberfläche. Der Stil bestimmt, wie jede Szene aussieht. Beispiele findest du bei den Erklärfilm-Stilen.
- Die Formate: Wenn der Film auch im Hochformat laufen soll, planst du jede Szene gleich für beide Formate.
Szenen festlegen: ein Gedanke pro Bild
Lies dein Skript und setze einen Schnitt, wo ein neuer Gedanke beginnt. Jeder Schnitt ist eine Szene. Für einen Film mit 60 Sekunden reichen meist sechs bis zehn Szenen. Mehr Szenen machen den Film nicht klarer, nur unruhiger.
Gib jeder Szene einen kurzen Namen, zum Beispiel „Einstieg“, „Problem“ oder „Lösung“. So sprechen alle Beteiligten über dieselbe Stelle, wenn es Feedback gibt.

Was in jede Szene gehört
Jede Szene im Storyboard beantwortet dieselben Fragen. Eine einfache Tabelle reicht dafür:
| Feld | Frage | Beispiel |
|---|---|---|
| Bild | Was sieht man? | Ein Handy mit vielen ungelesenen Anfragen |
| Text | Was wird gesagt? | Der Satz aus dem Skript, wörtlich |
| Bewegung | Was bewegt sich? | Die Zahl der Anfragen steigt |
| Ton | Was hört man außer der Stimme? | Ein kurzer Benachrichtigungston |
| Schrift | Steht Text im Bild? | Ein Stichwort, nie der ganze Satz |
Die Spalte Schrift ist für das Hochformat und für Zuschauer ohne Ton wichtig. Viele Videos laufen in sozialen Netzwerken stumm an. Was dort ohne Ton verstanden werden soll, muss im Bild stehen. Mehr dazu unter Untertitel im Video.
Das Storyboard prüfen, bevor animiert wird
Lies das Skript laut und blättere dabei durch die Bilder. Passt jedes Bild zu dem, was gerade gesagt wird? Gibt es Szenen, in denen das Bild etwas anderes erzählt als der Text? Dann gewinnt das Bild, und der Zuschauer verliert den Faden.
Zeig das Storyboard außerdem einer Person, die dein Angebot nicht kennt. Wenn sie danach in einem Satz sagen kann, worum es geht, ist das Storyboard fertig. Wenn nicht, liegt das Problem meist im Skript, nicht in den Bildern.
- Ein Gedanke pro Szene: keine Szene erklärt zwei Dinge auf einmal.
- Bild und Text passen: das Bild zeigt, was der Text sagt.
- Ohne Ton verständlich: die wichtigsten Stichworte stehen im Bild.
- Klarer Schluss: die letzte Szene zeigt den nächsten Schritt.
In fünf Schritten zum Storyboard
So gehst du vor, wenn du dein Storyboard selbst erstellst:
- Schritt 1:Skript fertigstellenDer Text steht, ist laut gelesen und passt in die geplante Länge.
- Schritt 2:Szenen schneidenSetze einen Schnitt bei jedem neuen Gedanken und gib jeder Szene einen Namen.
- Schritt 3:Bilder skizzierenZeichne je Szene ein Bild. Strichmännchen und Kästen reichen, der Stil kommt später.
- Schritt 4:Text, Bewegung und Ton notierenSchreibe unter jedes Bild den Satz, die Bewegung und die Geräusche.
- Schritt 5:Prüfen und freigebenLies laut mit, zeig es einer fremden Person und gib es erst dann frei.
So sieht das bei uns aus
Aus unserer Arbeit
Bei sechzigsekunden entsteht dein Storyboard aus deinem Interview, das etwa 10 Minuten dauert. Wir zeigen es dir im Storyboard-Call, Szene für Szene, und du sagst direkt, was passt und was nicht. Das Storyboard schicken wir nicht per Mail, wir gehen es gemeinsam durch.
Erst wenn du das Storyboard freigibst, beginnt die Animation. Ab dann ist dein Film in 7 Werktagen* fertig. Wie das abläuft, steht im Ablauf.

Fragen und Antworten
Wie viele Szenen hat ein Storyboard für 60 Sekunden?
Meist sechs bis zehn. Jede Szene trägt einen Gedanken. Mehr Szenen machen einen kurzen Film eher unruhig als klar.
Muss ich für ein Storyboard zeichnen können?
Nein. Für dein eigenes Storyboard reichen einfache Skizzen. Wichtig ist, dass klar wird, was man sieht und was gesagt wird. Den Stil legt später die Gestaltung fest.
Was ist der Unterschied zwischen Storyboard und Animatic?
Das Storyboard zeigt einzelne Bilder. Ein Animatic legt diese Bilder in der richtigen Länge hintereinander, oft mit vorläufigem Ton. So prüfst du das Timing, bevor animiert wird.
Bekomme ich bei sechzigsekunden ein Storyboard, bevor ich beauftrage?
Ja. Wir zeigen dir dein Storyboard im Storyboard-Call. Du beauftragst erst, wenn dir die Idee gefällt. Mehr dazu in den Fragen und Antworten.
*7 Werktage ab vollständigem Interview und Storyboard-Freigabe.






