Was ein Dreh zeigt und was Animation zeigt
Eine Kamera zeigt, was es gibt: ein Gesicht, eine Werkstatt, ein Gebäude. So sehen Zuschauer, mit wem sie es zu tun haben.
Eine Animation zeigt, was sich nicht filmen lässt: einen Ablauf über mehrere Abteilungen, eine Software, Daten zwischen Systemen, das Innere einer Maschine.
Frag dich darum: Was muss der Zuschauer sehen? Ist es ein Mensch oder ein Ort, brauchst du die Kamera. Ist es ein Prozess oder ein Nutzen, trägt auch eine Animation.
sechzigsekunden macht den zweiten Fall. Geht es dir um Haltung und Marke, lies Imagefilm ohne Dreh.
Wann eine Filmproduktion mit Dreh besser passt
Ein Drehteam hat Stärken, die keine Gestaltung ersetzt:
- Vertrauen in Personen: Kunden sollen eine Geschäftsführerin, einen Arzt oder ein Team vor einer Entscheidung sehen und hören.
- Ort als Argument: Eine Werkstatt, eine Praxis, ein Hotel oder eine Baustelle wirkt, wenn man sie sieht.
- Echtes Handwerk und echte Produkte: Zuschauer sehen den Vorgang, das Material und die Größe selbst.
Wie ein Produktfilm aufgebaut sein kann, steht unter Produktvideo erstellen lassen.
Aufwand und Risiko: was du beim Dreh organisierst
Die Produktion plant den Drehtag, doch einiges liegt bei dir:
- Termin: Team, Ort und Menschen müssen am selben Tag Zeit haben. Fällt einer aus, verschiebt sich oft der ganze Tag.
- Ort: Du brauchst die Erlaubnis für Räume und Gelände. Außerhalb deines Geländes können je nach Ort Genehmigungen nötig sein.
- Personen: Jemand muss vor der Kamera sprechen, oft hilft vorher eine Probe.
- Einwilligungen: Wer erkennbar im Bild ist, muss in der Regel einwilligen (siehe nächster Abschnitt).
- Wetter: Bei Außenaufnahmen bestimmen Regen und Licht den Termin, meist plant man einen Ausweichtag ein.
Einwilligungen und Rechte
§ 22 KUG verlangt die Einwilligung der abgebildeten Person, bevor ihr Bildnis verbreitet oder öffentlich gezeigt wird. Das betrifft in der Regel Mitarbeiter, Kunden und Gäste, die im Film erkennbar sind. Hol die Einwilligung vor dem Dreh ein und halte fest, wofür sie gilt. Bei Beschäftigten kann zusätzlich Datenschutzrecht greifen.
Auch Hintergründe zählen: Logos Dritter, Kunstwerke und Musik im Raum können eigene Rechte haben.
Welche Rechte du am fertigen Film bekommst, steht im Vertrag. Nutzungsrechte lassen sich räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränken (§ 31 Abs. 1 UrhG). Sind die Nutzungsarten nicht ausdrücklich einzeln genannt, entscheidet der gemeinsame Vertragszweck über den Umfang (§ 31 Abs. 5 UrhG).
Zeigt ein Film nur frei gestaltete Figuren ohne reales Vorbild, entfällt die Einwilligung nach § 22 KUG. Bei uns regeln die AGB die Nutzung, mehr unter Nutzungsrechte am Erklärfilm. Alles hier ist allgemein gehalten und keine Rechtsberatung für deinen Fall.
Dreh und Animation kombinieren
Beides lässt sich kombinieren, jeweils für eine eigene Aufgabe. Der gedrehte Film stellt Team und Ort vor, der Erklärfilm macht das Angebot verständlich.
Du kannst mit dem Erklärfilm starten und den Dreh später planen. Welche Filmart wofür taugt, erklärt Erklärfilm oder Imagefilm.
Vom Interview zum Film bei sechzigsekunden
Drei feste Schritte, für die du weder Kamera noch Drehort brauchst.
- Schritt 1:InterviewDu erzählst, was du anbietest und warum Kunden dich wählen. Statt eines Drehtermins nimmst du dir Zeit, wann es dir passt: etwa 4 Minuten Sprechzeit.
- Schritt 2:Storyboard-CallIm Call gehst du jede Szene mit Bild und Sprechertext durch, ganz ohne Probeaufnahmen. Vorher legst du dich auf nichts fest.
- Schritt 3:Film in 7 Werktagen*Ab deiner Freigabe animieren wir, legen Musik und Ton an und liefern den Film im Quer- und im Hochformat. Eine Korrekturrunde ist enthalten.
Fragen und Antworten
Brauche ich für einen Erklärfilm einen Dreh?
Nein. Ein Erklärfilm kann vollständig animiert sein, ohne Kamera und Drehtag. Einen Dreh brauchst du, wenn Menschen oder Orte im Bild das Argument sind.
Worin unterscheiden sich Filmproduktion und Animation?
Eine Filmproduktion nimmt Menschen, Orte und Dinge mit der Kamera auf. Animation gestaltet jedes Bild und zeigt darum auch Abläufe, Software und Unsichtbares.
Muss ich Mitarbeiter fragen, bevor sie im Film erscheinen?
In der Regel ja. Wer im Film erkennbar ist, muss der Verbreitung zustimmen (§ 22 KUG). Kläre das vor dem Drehtag.
Wie lange dauert ein Film ohne Dreh?
Bei sechzigsekunden liegt der Film 7 Werktage* nach deinem vollständigen Interview und der Freigabe des Storyboards vor. Bei einem Dreh hängt die Dauer von Termin, Vorbereitung und Schnitt ab.
Geht ein Unternehmensfilm ohne Dreh?
Ja, als animierter Film, der dein Angebot und deine Abläufe zeigt. Echte Gesichter deines Teams und deine Räume zeigt er nicht, dafür braucht es die Kamera.





