Wann Stockvideo besser passt
Stockvideo ist die richtige Wahl, wenn ein Bild Stimmung trägt und nichts erklären muss. Das sind seine Stärken:
- Sofort verfügbar: Du suchst, lizenzierst und lädst oft in wenigen Minuten herunter, ohne Abstimmung.
- Echte Aufnahmen: Städte, Landschaften, Wetter, Luftbilder und Orte, die du selbst nicht drehen kannst.
- Breite Auswahl: Archive decken viele Themen ab, vom Büroalltag bis zur Natur.
- Kleine Einheit: Viele Anbieter lizenzieren pro Clip, du nimmst nur, was du brauchst.
- Entwürfe: Für einen Platzhalter im Schnitt oder einen ersten Test reicht ein Clip.
Für den ruhigen Hintergrund auf der Website, einen Übergang im Social-Post oder die Stimmung in einem Eventfilm ist Stockmaterial üblich und sinnvoll. Schneidest du ohnehin selbst und der Text steht, ist es ein guter Baustein.
Was Stockclips nicht leisten: dein Angebot erklären
Wer einen Archivclip gedreht hat, kannte dein Produkt meist nicht. Darum zeigen Archive allgemeine Motive wie ein Team im Büro oder eine Stadt bei Nacht. Deine Software, deine Maschine oder deinen Ablauf zeigen sie nicht.
Dazu kommt die Lizenz: Viele Stocklizenzen sind einfache Nutzungsrechte. Derselbe Clip kann dann in anderen Filmen laufen, auch bei Mitbewerbern.
Ein eigener Film lohnt sich, wenn Kunden auf der Website, im Vertrieb oder in Social Media in 60 Sekunden verstehen sollen, was du anbietest. Statt passende Clips zu suchen, beschreibst du im Interview dein Angebot und deine Kunden. Daraus entsteht das Storyboard. Die Szenen gestalten wir, gedreht wird nichts.
Lizenz, Personen im Bild und Nachweise
Mit einer Stocklizenz erhältst du ein Nutzungsrecht. Nach § 31 Abs. 1 UrhG kann es einfach oder ausschließlich sein und räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränkt werden. Ein einfaches Nutzungsrecht schließt andere Nutzer nicht aus (§ 31 Abs. 2 UrhG). Prüfe vor dem Download:
- Kanäle: Ist bezahlte Werbung eingeschlossen, oder nur Website und unbezahlte Beiträge?
- Gebiet und Dauer: Gilt die Lizenz weltweit, und hat sie ein Ende?
- Redaktionell oder kommerziell: Clips mit dem Vermerk redaktionell sind für Werbung meist nicht freigegeben.
- Weitergabe: Darf eine Agentur oder ein Partner den Film mit dem Clip nutzen?
- Quellenangabe: Verlangt die Lizenz eine Nennung?
Zeigt ein Clip erkennbare Menschen, geht es um das Recht am eigenen Bild. Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder öffentlich gezeigt werden (§ 22 KUG). § 23 KUG nennt Ausnahmen, etwa für Personen als Beiwerk einer Landschaft. Achte darauf, ob der Anbieter eine Einwilligung angibt und wofür sie gilt.
Bewahre je Clip Lizenznachweis und Download-Beleg auf, damit du dein Recht später zeigen kannst. Für unseren Film regeln die AGB die Nutzung als Ganzes. Einen Überblick gibt der Beitrag Nutzungsrechte am Erklärfilm. Das ist allgemeine Information, bei Personen im Bild hilft im Zweifel eine Rechtsberatung.
Stockvideo und eigener Film kombinieren
Du musst dich nicht für einen Weg entscheiden. Stockclips tragen Stimmung in Social-Posts, Hintergründen und Teasern. Die Erklärung deines Angebots übernimmt der eigene Film.
Auf der Startseite läuft ein Stockclip als ruhiger Hintergrund, darunter erklärt der Film in 60 Sekunden, was du anbietest. Beide Bildwelten sollten zu deiner Marke passen. Wie sich Stile unterscheiden, steht unter Erklärfilm-Stile.
So läuft es bei sechzigsekunden
Drei Schritte vom Gespräch zum fertigen Film.
- Schritt 1:InterviewStatt Archive zu durchsuchen, beantwortest du Fragen zu deinem Angebot, wann es dir passt. Etwa 4 Minuten Sprechzeit reichen, ein Briefing brauchst du nicht.
- Schritt 2:Storyboard-CallIm Call zeigen wir dir jede Szene mit Bild und Sprechertext und arbeiten gemeinsam an der finalen Idee. Ob du beauftragst, entscheidest du danach.
- Schritt 3:Lieferung in 7 Werktagen*Ist das Storyboard freigegeben, entstehen Animation, Musik und Ton. Statt Clips zuzuschneiden, bekommst du 60 Sekunden in 16:9 und 9:16, dazu eine Korrekturrunde.
Fragen und Antworten
Darf ich Stockvideo für Werbung nutzen?
Das hängt von der Lizenz ab. Viele Lizenzen erlauben Werbung, manche Clips sind aber nur redaktionell nutzbar. Lies die Bedingungen des Anbieters für deinen Kanal, bevor du den Clip veröffentlichst.
Sehen andere Firmen dieselben Stockvideos?
Das ist möglich. Viele Stocklizenzen sind einfache Nutzungsrechte, derselbe Clip steht also weiteren Käufern offen. Manche Anbieter lizenzieren einzelne Clips auf Wunsch ausschließlich.
Brauche ich bei Stockvideo mit Menschen eine Einwilligung?
Für Bildnisse ist grundsätzlich die Einwilligung der abgebildeten Person nötig (§ 22 KUG), Ausnahmen nennt § 23 KUG. Bei Clips für die kommerzielle Nutzung holt sie meist der Anbieter ein. Prüfe in den Lizenzbedingungen, ob sie vorliegt und für Werbung gilt.
Reicht Stockmaterial für einen Erklärfilm?
Für Stimmung und Hintergrund ja. Für die Erklärung selbst fehlen Aufnahmen von deinem Produkt und deinen Abläufen. Dafür brauchst du eigene Aufnahmen oder einen gestalteten Film.
Wie lange dauert ein eigener Film bei sechzigsekunden?
7 Werktage* ab vollständigem Interview und Storyboard-Freigabe. Wovon die Dauer allgemein abhängt, erklärt Wie lange dauert ein Erklärfilm?.





