Kurz gesagt
Ein Hook ist der Einstieg, der in den ersten drei Sekunden einen Grund gibt weiterzuschauen. Fünf Arten funktionieren gut: eine Frage, ein Problem im Bild, ein Kontrast, das Ergebnis zuerst und eine offene Schleife. Der Hook muss auch ohne Ton verständlich sein und zum Kanal passen.
Inhalt8
Was ein Hook leistet
Ein Hook ist der erste Eindruck deines Videos. In Feeds und auf Websites entscheidet er, ob jemand stehen bleibt. Er muss nichts erklären. Er muss Neugier wecken oder ein Problem erkennbar machen, das der Zuschauer kennt.
Danach löst du das Versprechen ein. Ein Hook, den der Film nicht einlöst, kostet Vertrauen. Plane deshalb Hook und Auflösung zusammen.
Gut ist ein Hook, wenn er zur Zielgruppe spricht und nicht alle erreichen will. Wer nur beiläufig anspricht, verliert die Menschen, für die der Film gemacht ist. Schreib den Hook deshalb für eine konkrete Person und ihre Lage.

Fünf Arten von Hooks
Welche Art passt, hängt von Thema und Zielgruppe ab.
- Eine Frage: „Wie lange suchst du schon nach dem passenden Angebot?“ Funktioniert, wenn die Frage eine echte Sorge trifft.
- Ein Problem im Bild: Ein überquellender Posteingang oder ein Stapel Papier zeigt den Schmerz, ohne ihn zu benennen.
- Ein Kontrast: Zwei Zustände nebeneinander, vorher und nachher oder alt und neu. Der Unterschied erklärt sich selbst.
- Das Ergebnis zuerst: Du zeigst zuerst das Ziel und erklärst danach den Weg.
- Eine offene Schleife: Ein Satz, der eine Antwort verspricht, die erst später kommt. Das Versprechen muss der Film einlösen.
Erfinde keine Zahlen als Hook. Eine Zahl ohne Beleg schadet der Glaubwürdigkeit mehr, als sie Aufmerksamkeit bringt.

Der Hook muss ohne Ton funktionieren
Viele Videos starten stumm, vor allem in sozialen Netzwerken. Der Hook trägt deshalb über das Bild. Ein Stichwort im Bild oder ein Untertitel hilft, wenn der Ton fehlt. Wie du Untertitel einsetzt, steht unter Untertitel im Video.
Teste das selbst: Schau die ersten drei Sekunden ohne Ton. Verstehst du, worum es geht? Wenn nicht, braucht der Hook ein stärkeres Bild.
Der Hook je nach Kanal
Auf der Startseite deiner Website hat der Besucher schon Interesse. Dort darf der Hook ruhiger sein und direkt dein Angebot nennen. Mehr dazu unter Video für die Startseite.
Im Feed konkurriert dein Video mit allem anderen. Dort braucht der Hook mehr Kontrast und ein klares Bild. Für LinkedIn gelten eigene Regeln, die der Beitrag zu LinkedIn-Video im B2B erklärt.
Schreib den Hook deshalb immer mit dem Kanal im Kopf. Derselbe Film kann zwei Einstiege haben, einen für die Website und einen für das Netzwerk.
Den Hook im Skript festlegen
Der Hook ist der erste Block deines Textes. Schreib mehrere Varianten, lies sie laut und wähle die, die ohne Erklärung funktioniert. Wie der Rest des Textes aufgebaut ist, steht in Erklärfilm-Skript schreiben.
Der Hook im Ablauf
So entsteht ein Hook für deinen Film:
- Schritt 1:Kanal klärenEntscheide, wo der Film läuft, denn davon hängt die Art des Hooks ab.
- Schritt 2:Varianten schreibenFormuliere je Hook-Art einen Satz oder eine Bildidee.
- Schritt 3:Ohne Ton prüfenSchau die ersten drei Sekunden stumm und frage, ob das Bild trägt.
- Schritt 4:Versprechen einlösenPlane die Auflösung am Ende so, dass der Hook nicht ins Leere läuft.
So sieht das bei uns aus
Aus unserer Arbeit
Unser eigener Film beginnt mit der Szene „Einstieg“. Im Storyboard-Call siehst du den Einstieg deines Films als Bild, bevor animiert wird. So prüfst du, ob er auch ohne Ton trägt. Danach ist dein Film in 7 Werktagen* fertig.

Fragen und Antworten
Wie lang darf ein Hook sein?
Etwa drei Sekunden. In dieser Zeit entscheidet sich, ob jemand weiterschaut. Danach folgt das Versprechen, was der Film bringt.
Brauche ich für jeden Kanal einen eigenen Hook?
Nicht immer. Wenn Website und Netzwerk sehr verschieden sind, lohnt sich ein zweiter Einstieg mit demselben Rest des Films.
Darf ein Hook übertreiben?
Nein. Was der Hook verspricht, muss der Film einlösen. Übertriebene Versprechen kosten Vertrauen.
*7 Werktage ab vollständigem Interview und Storyboard-Freigabe.






