Wann die Live-Demo besser passt
Die Live-Demo ist ein Gespräch, das ein Film nicht führen kann. Diese Fälle sprechen für sie:
- Offene Fragen: Der Kunde fragt, du antwortest sofort, auch bei Sonderfällen.
- Eigener Anwendungsfall: Du zeigst die Funktionen, die für dieses Unternehmen zählen, mit dessen Begriffen.
- Komplexes Produkt: Konfiguration, Rollen und Schnittstellen zeigst du direkt im Produkt, mit allen Details.
- Kleiner Kreis: Wenige Entscheider sitzen im Termin, niemand muss den Inhalt später weitergeben.
- Verhandlung: Einwände und Zweifel klärst du im Gespräch. Dort wächst auch Vertrauen.
Dazu kommt: In der Demo sieht der Kunde die echte Oberfläche deines Produkts. Ein animierter Film zeigt das Prinzip dahinter.
Der Film erklärt vorab, die Demo vertieft
In der Demo gehst du auf ein Gegenüber ein. Der Film erzählt dagegen bei jedem Kontakt dasselbe. Das zählt, weil beim Verkauf an Unternehmen oft Menschen mitentscheiden, die nie in deinem Termin sitzen.
Dein Ansprechpartner trägt dein Angebot in sein Haus, etwa in ein Teammeeting oder zur Geschäftsführung. Ohne Film erzählt er es aus dem Gedächtnis nach. Mit Film schickt er einen Link, und die Botschaft bleibt dieselbe.
Das kann auch den Termin entlasten: Kennt der Kunde das Grundprinzip schon, startet die Demo bei seinen Fragen statt bei den Grundlagen. Wie du den Film in eine Mail packst, beschreibt Video in E-Mails.
Vorbereitung, Aufzeichnung und Rechte
Eine Live-Demo braucht vor jedem Termin Vorbereitung. Typische Stolpersteine sind echte Kundendaten im Demo-System, Benachrichtigungen bei geteiltem Bildschirm und eine instabile Verbindung. Nutze Testdaten und probe den Ablauf vorher.
Willst du die Demo aufzeichnen, hol zu Beginn hörbar die Zustimmung aller ein. Wer das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen unbefugt aufnimmt, macht sich nach § 201 Abs. 1 StGB strafbar. Strafbar ist auch, wer eine solche Aufnahme nutzt oder weitergibt.
Beim Film regelt der Vertrag, was du nutzen darfst. Fehlen Angaben zu den Nutzungsarten, bestimmt der Vertragszweck den Umfang (§ 31 Abs. 5 UrhG). Bei uns steht der Umfang in den AGB. Das ist keine Rechtsberatung, nur ein allgemeiner Hinweis.
Film und Live-Demo kombinieren
Die beiden Formate ergänzen sich. Eine klare Reihenfolge hilft: Film vor dem Termin, Demo im Termin.
- Vor dem Termin: Der Film geht mit der Einladung raus, damit das Gegenüber das Grundprinzip kennt.
- Im Termin: Du fragst zu Beginn, was offen blieb, und baust die Demo um diese Fragen herum.
- Nach dem Termin: Dein Ansprechpartner leitet den Film an alle weiter, die nicht dabei waren.
So übernimmt der Film die Grundlagen, und die Demo gehört den Fragen des Kunden. Wo der Film sonst im Verkauf hilft, zeigt Erklärfilm im Vertrieb.
So läuft es bei sechzigsekunden
Drei feste Schritte für den Film, den du vor deinem Termin verschickst.
- Schritt 1:InterviewOhne Vertriebstermin beantwortest du Fragen zu Angebot und Zielgruppe, zu einer Zeit, die dir passt. Die Sprechzeit liegt bei etwa 4 Minuten.
- Schritt 2:Storyboard-CallDas Storyboard siehst du im Call, Bild für Bild. Per Mail verschicken wir es nicht. Erst mit deiner Freigabe nach dem Call wird daraus ein Auftrag.
- Schritt 3:Film in 7 Werktagen*Ab vollständigem Interview und Freigabe gestalten wir Animation, Musik und Ton. Für die Mail vor dem Termin bekommst du 60 Sekunden in 16:9 und 9:16, mit einer Korrekturrunde.
Fragen und Antworten
Ersetzt ein Erklärfilm die Live-Demo?
Nein. Der Film bereitet den Termin vor, die Demo klärt darin die Fragen des einzelnen Kunden. Du setzt beide nacheinander ein.
Wann schicke ich den Film im Vertrieb?
Vor dem Termin, zum Beispiel mit der Einladung. Nach dem Termin geht er an alle, die nicht dabei waren.
Darf ich eine Live-Demo aufzeichnen?
Ja, wenn alle zustimmen, die zu hören sind. Ohne Befugnis ist die Aufnahme des nichtöffentlich gesprochenen Wortes nach § 201 StGB strafbar.
Wie lange dauert ein Erklärfilm für den Vertrieb?
Bei sechzigsekunden ist er 7 Werktage* nach vollständigem Interview und Storyboard-Freigabe fertig. Plane ihn vor der nächsten Terminserie ein, nicht erst am Vortag.
Reicht eine aufgezeichnete Demo als Video für den Vertrieb?
Für Kunden, die das Produkt schon kennen, oft ja: Die Aufzeichnung zeigt die Funktionen im Detail. Für Entscheider ohne Vorwissen ist sie meist lang, weil sie dem Verlauf des Termins folgt. Mehr dazu unter Bildschirmaufnahme oder Erklärfilm.





