Kurz gesagt
Das hängt vor allem von Länge, Stil, Konzept, Sprecher und Abstimmungsaufwand ab. Am Markt reichen die Preise von dreistelligen Beträgen für Vorlagen bis zu fünfstelligen Beträgen für aufwendige Produktionen. Den größten Hebel hast du bei der Länge und bei der Zahl der Abstimmungsrunden.
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Warum es keinen Einheitspreis gibt
Ein Erklärfilm ist kein Produkt von der Stange. Zwei Filme mit derselben Länge können sehr unterschiedlich viel Arbeit machen: Der eine nutzt fertige Vorlagen, der andere wird Bild für Bild neu gestaltet. Deshalb findest du im Netz Angebote, die sich um ein Vielfaches unterscheiden.
Grob gibt es drei Wege. Baukästen und Vorlagen sind günstig, sehen aber schnell austauschbar aus, und Text und Idee musst du selbst liefern. Freie Animatoren liegen meist in der Mitte, oft mit Fokus auf die Umsetzung. Agenturen und Studios sind am teuersten, übernehmen dafür aber Konzept, Text, Gestaltung und Projektleitung.
Was den Preis bestimmt
Diese Punkte entscheiden am meisten darüber, was ein Erklärfilm kostet:
- Länge: Jede Sekunde muss getextet, gestaltet und animiert werden. Ein Film mit zwei Minuten ist deutlich aufwendiger als einer mit 60 Sekunden.
- Stil: Einfache Flächen und Symbole sind schneller umgesetzt als Illustrationen, 3D oder aufwendige Typografie.
- Konzept und Text: Ob du ein fertiges Skript mitbringst oder die Idee erst entwickelt werden muss, macht einen großen Unterschied.
- Sprecher und Musik: Professionelle Stimmen und lizenzierte Musik kosten extra, je nach Nutzung.
- Abstimmungsrunden: Jede Feedbackschleife kostet Zeit auf beiden Seiten. Viele Runden machen einen Film teurer, ohne ihn besser zu machen.
- Formate und Nutzungsrechte: Ein zweites Format, etwa Hochformat für Social Media, oder Rechte für Werbung können den Preis erhöhen.
Die Kosten, die nicht im Angebot stehen
Neben dem Preis auf dem Angebot kostet ein Film vor allem deine Zeit: Briefing schreiben, Workshops, Feedbackrunden, interne Abstimmung. Bei Produktionen mit Dreh kommen Drehtage dazu, an denen dein Team nicht normal arbeiten kann.
Rechne diese Zeit mit ein, wenn du Angebote vergleichst. Ein günstiger Film mit drei Monaten Abstimmung kann am Ende teurer sein als ein klarer Ablauf mit festen Schritten.
Wie du an der richtigen Stelle sparst
- Kürzer planen: Eine Botschaft in 60 Sekunden braucht weniger Text, weniger Szenen und weniger Abstimmung als drei Minuten Information.
- Erst die Idee prüfen: Lass dir das Storyboard zeigen, bevor du die Produktion beauftragst. Änderungen am Storyboard sind schnell gemacht, Änderungen an der fertigen Animation nicht.
- Wenige Entscheider: Lege vorher fest, wer freigibt. Jede zusätzliche Meinung bedeutet eine weitere Runde.
- Formate gleich mitdenken: Wenn du den Film auf der Website und auf Social Media nutzen willst, plane Quer- und Hochformat von Anfang an ein.
Woran du merkst, ob sich ein Film lohnt
Ein Erklärfilm ist keine Ausgabe für einen einzigen Moment. Er arbeitet überall dort, wo du sonst selbst erklären müsstest: auf der Website, in der ersten Mail, am Messestand, vor dem Erstgespräch. Je öfter du dieselben Fragen beantwortest, desto mehr Zeit spart dir ein Film, der sie vorher klärt.
Ob er das tut, zeigt sich weniger an der Zahl der Aufrufe als an diesen Fragen:
- Kommen Anfragen besser vorbereitet?
- Werden Erstgespräche kürzer, weil die Grundlagen klar sind?
- Leiten Ansprechpartner den Film intern weiter?
- Nutzt dein Vertrieb den Film von sich aus?
Angebote fair vergleichen
Frag bei jedem Angebot nach, was enthalten ist: Konzept und Text, Gestaltung, Animation, Sprecher, Musik, Korrekturrunden, Formate und Nutzungsrechte. Erst wenn diese Punkte klar sind, kannst du Preise wirklich vergleichen.
Achte außerdem darauf, wann du dich festlegst. Bei manchen Anbietern zahlst du, bevor du überhaupt eine Idee gesehen hast. Dann trägst du das ganze Risiko.
Was ein Film bei sechzigsekunden kostet
Bei uns ist der Ablauf fest: etwa 10 Minuten Interview, dann der Storyboard-Call, dann der Film in 7 Werktagen*. Jeder Film ist 60 Sekunden lang, kommt im Quer- und im Hochformat und hat eine Korrekturrunde.
Den genauen Preis besprechen wir im Storyboard-Call, nachdem du dein Storyboard gesehen hast. Du beauftragst erst, wenn dir die Idee gefällt. Mehr dazu im Ablauf und in den Fragen und Antworten.
*7 Werktage ab vollständigem Interview und Storyboard-Freigabe.





