Kurz gesagt
Vergleiche nicht den Endbetrag, sondern den Leistungsumfang. Lege jedes Angebot in eine Tabelle: Konzept, Storyboard, Sprecher, Musik, Korrekturrunden, Formate und Rechte. Wo ein Punkt fehlt, fragst du nach. Welche Preisfaktoren es gibt, steht im Ratgeber Was kostet ein Erklärfilm?.
Inhalt8
Umfang vor Endbetrag
Ein Angebot nennt oft nur eine Summe und eine Filmlänge. Was dahinter liegt, bleibt offen. Ein Anbieter rechnet das Skript ein, der andere nicht. Einer liefert zwei Formate, der andere eines. Die Summen sehen ähnlich aus, die Leistungen sind es nicht.
Darum lohnt sich ein Raster. Es zwingt jeden Anbieter zu gleichen Aussagen und macht Lücken sichtbar. Die Frage nach dem Geld stellst du erst, wenn die Leistungen vergleichbar sind. Lange Leistungslisten sagen wenig, wenn Begriffe offen bleiben. Frage bei Wörtern wie „Konzeption“ oder „Postproduktion“ nach, was konkret geliefert wird.
Die Vergleichstabelle
Trage jedes Angebot in diese Spalten ein. Ein Fragezeichen heißt: Das steht nicht im Angebot, also fragst du nach.
| Punkt | Frage an das Angebot | Warum es zählt |
|---|---|---|
| Konzept und Text | Wer schreibt das Skript? | Die Geschichte trägt den Film |
| Storyboard | Sehe ich die Idee vor der Animation? | Änderungen sind hier schnell gemacht |
| Sprecher und Musik | Sind Stimme und Musik enthalten? | Beides kann gesondert berechnet werden |
| Korrekturrunden | Wie viele sind enthalten? | Jede weitere Runde ist Mehraufwand |
| Formate | Quer, hoch oder beides? | Das Hochformat ist oft ein eigener Posten |
| Nutzungsrechte | Wo, wie lange, wofür? | Werbung braucht oft mehr als die Website |

Fragen an jeden Anbieter
Stelle allen dieselben Fragen. Die Antworten zeigen, wie ein Anbieter arbeitet:
- Wann sehe ich die Idee, und in welcher Form?
- Wer ist mein fester Ansprechpartner?
- Was passiert, wenn mir die erste Fassung nicht gefällt?
- Welche Dateien bekomme ich am Ende, und darf ich sie selbst weiterverwenden?
- Welche Nutzungsrechte sind enthalten? Hintergrund dazu: Nutzungsrechte am Erklärfilm.
Warnzeichen im Angebot
Diese Punkte sind kein Beweis für ein schlechtes Angebot. Warnzeichen sind ein Anlass, nachzufragen.
- Es gibt kein Storyboard vor der Produktion. Dann siehst du erst den fertigen Film.
- Der Umfang bleibt vage, etwa „Film nach Absprache“.
- Rechte stehen nicht im Angebot oder nur als Verweis auf spätere Klärung.
- Korrekturen sind unbegrenzt zugesagt, aber ohne Regeln. Das führt oft zu Streit über das, was noch gilt.
- Ein Anbieter beantwortet Rückfragen nur ausweichend.

Das Modell mit einbeziehen
Neben dem Umfang zählt, wer die Arbeit macht. Agentur, Freelancer und Studio verteilen Rollen unterschiedlich. Das beeinflusst Abstimmung und Risiko. Eine Übersicht dazu findest du unter Agentur, Freelancer oder Studio.
Konkrete Beträge nennen wir hier nicht. Ein günstig wirkendes Angebot ist nicht automatisch schlecht, und ein teuer wirkendes nicht automatisch gut. Entscheidend ist, was es enthält. Eine Einordnung gibt dir die Seite Fragen und Antworten. Auch die Frage, wer nach dem Projekt erreichbar ist, gehört in den Vergleich. Gibt es einen Ansprechpartner für spätere Anpassungen, etwa eine neue Fassung mit geändertem Text? Klärst du das vorab, vermeidest du Überraschungen bei der nächsten Version des Films.
Angebote in fünf Schritten vergleichen
So gehst du vor:
- Schritt 1:Raster anlegenErstelle eine Tabelle mit den sechs Punkten aus dem Abschnitt oben.
- Schritt 2:Angebote eintragenTrage pro Angebot ein, was enthalten ist. Unklares markierst du mit einem Fragezeichen.
- Schritt 3:Rückfragen stellenSchicke jedem Anbieter dieselben Fragen zu den Lücken.
- Schritt 4:Warnzeichen prüfenNotiere, wo Angaben vage bleiben oder Rechte offen sind.
- Schritt 5:Erst dann den Betrag vergleichenSetze die Summen erst nebeneinander, wenn die Leistungen gleich sind.
So legen wir unser Angebot offen
Aus unserer Arbeit
Bei sechzigsekunden steht der Umfang fest: ein Film mit 60 Sekunden, Querformat 16:9 und Hochformat 9:16, eine Korrekturrunde. Das Storyboard siehst du im kostenlosen Storyboard-Call, bevor du beauftragst. Der Film ist danach in 7 Werktagen* fertig.
Die Nutzung für Website, Social Media, Vertrieb und Werbung ist in den AGB geregelt. Den Preis besprechen wir im Call, nachdem du die Idee gesehen hast.

Fragen und Antworten
Wie viele Angebote sollte ich einholen?
Zwei bis drei genügen meist. Wichtiger als die Zahl ist, dass alle dieselbe Beschreibung bekommen.
Woran erkenne ich, ob ein Angebot Rechte enthält?
Im Angebot sollten Ort, Dauer und Zweck der Nutzung stehen. Fehlt das, frage nach. Hintergründe stehen unter Nutzungsrechte am Erklärfilm.
Ist ein Storyboard im Angebot Pflicht?
Pflicht ist es nicht, aber es schützt dich. Mit Storyboard siehst du die Idee, bevor die teure Animation beginnt.
Was kostet ein Erklärfilm bei sechzigsekunden?
Der Preis hängt vom Umfang ab und wird im Storyboard-Call besprochen. Einen Rahmen findest du in den Fragen und Antworten.
*7 Werktage ab vollständigem Interview und Storyboard-Freigabe.






