Kurz gesagt
Am Menüboard darf der Hintergrund sanft laufen, ein Gericht darf in den Fokus rücken und ein Hinweis des Tages darf kurz erscheinen. Karte und Namen bleiben ruhig und lesbar. Planst du mehrere Screens als Einheit, wirkt die Theke geordnet statt unruhig.
Inhalt9
Was sich bewegen darf und was nicht
Gäste lesen die Karte im Stehen, oft mit Blick auf die Schlange. Alles, was beim Lesen stört, kostet Aufmerksamkeit und Geduld. Deshalb gilt eine Regel: Es bewegt sich immer nur ein Element, und es ist nie die Karte selbst.
Die Grafik zeigt, welche Bereiche sich bewegen dürfen und welche ruhig bleiben.

Lesbarkeit zuerst
Für Text auf Displays nennen Leitfäden klare Richtwerte. Die Brown University empfiehlt eine kleinste Schrift von 20 Punkt, besser 30 Punkt, und die 3×5-Regel: höchstens drei Zeilen mit fünf Wörtern. Die Western Michigan University nennt ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für Text.
Das sind Leitfaden-Werte, keine Normen. Die Werte helfen dir trotzdem, eine Karte zu bauen, die auch aus drei Metern Abstand funktioniert. Liegt ein Bild hinter dem Text, legst du eine halbtransparente Farbfläche darunter.
- Gerichtsnamen in großer, ruhiger Schrift
- Kontrast zwischen Schrift und Fläche prüfen
- Höchstens zwei Schriften pro Screen
Ein Gericht im Fokus
Eine Animation lenkt den Blick. Nutze das für das Gericht, das du gerade verkaufen willst. Es wächst kurz, bekommt einen hellen Rahmen oder rückt in die Mitte und kehrt dann an seinen Platz zurück.
Mehr als ein Gericht gleichzeitig verwässert den Effekt. Lass die Gerichte nacheinander drankommen, ein Takt pro Gericht. So entsteht ein Rhythmus, den Gäste im Vorbeigehen verstehen. Beachte dabei die Blickzeit: Digital Signage Today nennt etwa 2 bis 3 Sekunden im Vorbeigehen.
Mehrere Screens als Einheit
Viele Theken haben zwei, drei oder mehr Screens nebeneinander. Planst du jeden Screen einzeln, laufen die Bewegungen gegeneinander. Plane sie stattdessen als eine Choreografie: Auf dem linken Screen startet der Hintergrund, auf dem mittleren erscheint das Gericht, auf dem rechten der Hinweis.
Alle Screens bekommen dieselbe Loop-Länge und denselben Takt. Dann beginnt die Schleife auf allen Geräten gleichzeitig neu. Im Storyboard legen wir das für jeden Screen fest, ob im Quer- oder im Hochformat.
Quer oder hochkant: das Format zur Theke
Menüboards hängen quer, hochkant oder als Mischung. Hochkant-Screens nehmen wenig Breite ein und passen gut hinter eine Theke mit wenig Wandfläche. Querformat eignet sich für lange Karten mit mehreren Spalten.
Welches Format du hast, entscheidet die Hardware, nicht der Loop. Wir bauen den Loop für das Format, das dein Screen zeigt. Gängige Größen sind 1920×1080 im Querformat und 1080×1920 im Hochformat, so nennt es Signagelive. Bei Sonderformaten brauchen wir die Maße deines Geräts.
Ein Hochformat-Screen ist kein gedrehtes Querformat. Die Reihenfolge der Elemente ändert sich, weil Platz nach oben und unten statt nach rechts und links entsteht. Deshalb planen wir jeden Screen mit eigenem Layout im Storyboard.
Einbrennen vermeiden
Ein Menüboard läuft viele Stunden am Tag. Statische Flächen können dabei Nachbilder hinterlassen. Fugo beschreibt OLED als anfällig, LCD und LED als weniger anfällig, aber nicht immun. BenQ rät zu bewegten Inhalten statt feststehender Bilder und zum Abschalten außerhalb der Betriebszeit.
Für deinen Loop heißt das: Das Logo bleibt nicht dauerhaft an derselben Stelle, Rahmen und Balken wechseln ihre Position, und die Karte steht nicht den ganzen Tag unverändert. Prüfe außerdem die Angaben im Datenblatt deines Displays.

Vom Menüboard-Wunsch zum Loop
So läuft die Zusammenarbeit mit uns ab:
- Schritt 1:InterviewEtwa 10 Minuten, online, wann du willst. Du erzählst, was auf die Screens soll.
- Schritt 2:Storyboard-CallKostenlos. Wir zeigen dir das Storyboard für jeden Screen im Call.
- Schritt 3:FreigabeDu gibst frei, was passt. Erst danach beauftragst du.
- Schritt 4:Loop bauenWir gestalten den Loop im passenden Format für deine Screens.
- Schritt 5:ZeitplanDen Zeitplan klären wir im Storyboard-Call.
So bauen wir Loops
Aus unserer Arbeit
sechzigsekunden liefert jeden Film im Querformat 16:9 und im Hochformat 9:16. Beide Formate planen wir von Anfang an, nicht als Beschnitt. Für ein Menüboard heißt das: Wir entwerfen den Hochformat-Screen eigens.
Die Loop-Logik leiten wir aus unseren 60-Sekunden-Filmen ab. Ein Film hat einen Einstieg, einen Mittelteil und einen Schluss. Beim Loop führt der Schluss zurück zum Einstieg. Den Look wählst du aus unserer Stil-Bibliothek.

Fragen und Antworten
Darf die Speisekarte selbst animiert sein?
Besser nicht. Namen und Beschreibungen bleiben ruhig, damit Gäste in Ruhe lesen. Bewegung gehört in Hintergrund, Fokus-Gericht und Hinweis.
Steht ein Preis auf dem Beispiel?
Nein. In unseren Mockups nutzen wir ein Badge wie „Heute“ oder „Neu“. Deine Preise pflegst du später selbst im System deines Menüboards.
Brauche ich Ton?
Meist nicht. Der Loop muss ohne Ton funktionieren. Ob dein Gerät Ton abspielt, steht im Datenblatt.
Läuft der Loop auf allen meinen Screens?
Wir liefern das Format, das dein Player verlangt. Die Vorgaben von Player und CMS klären wir im Storyboard-Call.





