Kurz gesagt
Digital-Signage-Content entsteht in fünf Schritten: Ort und Ziel klären, Display-Daten holen, ein Storyboard planen, die Loop bauen und sie in die Playlist legen. Im Vorbeigehen bleiben laut einer Branchenquelle nur zwei bis drei Sekunden Blickzeit. Deshalb zählt eine Botschaft je Spot.
Inhalt8
Was mit Digital-Signage-Content gemeint ist
Digital Signage bezeichnet Bildschirme, deren Inhalte aus der Ferne verwaltet werden. Der Content ist das, was darauf läuft: Texte, Bilder, Animationen und Videos.
Der Inhalt hängt vom Ort ab. Im Schaufenster verkauft er, im Empfang führt er, im Wartezimmer informiert er. Wer das Ziel nicht benennt, bekommt eine hübsche, aber beliebige Schleife.
Bevor du gestaltest, beantworte drei Fragen: Wer sieht den Bildschirm? Wie lange hat er Zeit? Was soll er danach tun? Aus den Antworten ergibt sich die Botschaft. Alles, was nicht dazu gehört, bleibt draußen.
Kurze Blickzeit, kurze Botschaft
Eine Branchenquelle nennt zwei bis drei Sekunden Blickzeit im Vorbeigehen. Wer länger steht, etwa im Wartebereich, schaut auch länger hin. Dieselbe Quelle gibt für belebte Orte 15 bis 30 Sekunden Videolänge an, für Wartebereiche bis zu 60 Sekunden.
Das sind Richtwerte aus einem Leitfaden, keine Vorschriften. Die Werte helfen bei der Planung: Je weniger Zeit der Betrachter hat, desto weniger Inhalt verträgt die Loop.

Grundregeln für Inhalte am Bildschirm
Fünf Regeln tragen fast jede Loop. Du kannst sie in zwei Minuten abhaken. Die Regeln gelten für Schaufenster, Stele und Infoscreen gleichermaßen.
- Eine Botschaft je Spot: ein Gedanke, ein nächster Schritt.
- Ohne Ton verständlich: Der Bildschirm läuft oft stumm.
- Große Schrift, wenig Text: Lesbarkeit zählt mehr als Vollständigkeit.
- Nahtlose Schleife: Ende und Anfang gehen ineinander über.
- Keine Blitze: Schnelle Helligkeitswechsel sind unangenehm und können gefährlich sein.

Kontrast und Blitze: zwei Prüfwerte
Für Text auf Hintergrund nennen Leitfäden ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1, bei großer Schrift 3:1. Prüfe das mit einem Kontrast-Rechner, bevor du die Farben festlegst.
Zu Blitzen gilt die Grenze aus den Web-Richtlinien WCAG 2.3.1: Nicht mehr als drei Blitze pro Sekunde. Wir bleiben deutlich darunter. Eine ruhige Bewegung wirkt hochwertiger und schont Zuschauer.
Für eigene Loops heißt das: Wechsle Szenen mit Überblendung oder Bewegung, nicht mit hartem Hell-Dunkel-Sprung. Die genaue Schwelle für einen Blitz steht in der Quelle am Ende der Seite.
Format und Player früh klären
Welche Datei auf dem Gerät läuft, entscheidet der Player. Frag nach Auflösung, Ausrichtung, Dateiformat und Länge, bevor du etwas gestaltest. Eine Übersicht findest du unter Formate und Auflösungen für Displays.
Ein Hochformat-Display braucht ein eigenes Hochformat-Storyboard. Warum Beschnitt keine Lösung ist, steht bei Video für die Stele. Wie die ersten Sekunden Aufmerksamkeit gewinnen, zeigt Hook im Video.
Plane außerdem, wie oft du die Loop wechselst. Ein Bildschirm, den Kunden jeden Tag sehen, braucht neue Inhalte. Eine Loop, die monatelang gleich läuft, wird übersehen. Lege deshalb gleich einen Rhythmus fest, etwa einen neuen Durchlauf pro Saison oder Aktion.
Content für Bildschirme in fünf Schritten
So gehst du vor, wenn du Inhalte für ein Display planst:
- Schritt 1:Ort und Ziel festlegenWo hängt der Bildschirm, wer schaut ihn an und was soll danach passieren?
- Schritt 2:Display-Daten holenFrage Auflösung, Ausrichtung, Dateiformat und Länge beim Hersteller, Betreiber oder Dienstleister ab.
- Schritt 3:Storyboard planenLege drei bis vier Szenen fest. Jede trägt einen Gedanken und kurzen Text.
- Schritt 4:Loop bauenGestalte die Szenen in den Maßen des Displays und schließe die Schleife nahtlos.
- Schritt 5:In die Playlist legenLade die Datei in dein System, teste sie am Gerät und prüfe Lesbarkeit aus Betrachterabstand.
So gehen wir bei sechzigsekunden vor
Aus unserer Arbeit
Bei uns beginnt jeder Auftrag mit einem Interview von etwa 10 Minuten. Im kostenlosen Storyboard-Call zeigen wir dir, wie die Loop aussieht. Das Storyboard sehen Kunden nur im Call. Beauftragt wird erst danach.
Dort klären wir auch die Display-Daten. Nach deiner Freigabe gestalten wir die Loop. Den Zeitplan klären wir im Storyboard-Call. Die Szene zeigt einen Einstieg aus unserem eigenen Film.

Fragen und Antworten
Wie lang sollte ein Loop am Bildschirm sein?
Das hängt vom Ort ab. Eine Branchenquelle nennt 15 bis 30 Sekunden für belebte Orte und bis zu 60 Sekunden zum Warten. Frage vorab nach Vorgaben von Player und Betreiber.
Brauche ich Ton für Digital Signage?
Meist nicht. Plane die Loop so, dass sie ohne Ton verständlich ist. Wichtige Wörter stehen groß im Bild.
Wer legt die Loop in die Playlist?
Das machst du oder dein Dienstleister im Redaktionssystem. Wir liefern die Datei und bewerten keine Systeme.





