Kurz gesagt
Ein DOOH-Spot ist ein kurzer Film für digitale Bildschirme im öffentlichen Raum. Er braucht eine Botschaft, wenige Wörter und kommt ohne Ton aus. Länge, Format und Lieferung bestimmt der Vermarkter, deshalb holst du die Vorgaben vor dem Storyboard ein.
Inhalt9
Was DOOH ist
DOOH steht für Digital Out of Home. Das sind digitale Bildschirme außerhalb des Zuhauses, die Werbung zeigen und aus der Ferne änderbar sind. So beschreibt es die Definition des IAB. Alle DOOH-Flächen sind Digital Signage, aber nicht jedes Digital Signage ist DOOH.
Der Unterschied liegt im Besitzer. Beim eigenen Screen in Laden oder Praxis bestimmst du alles selbst. Bei DOOH buchst du Sendezeit auf fremden Screens, und der Vermarkter setzt die Regeln.

Die Vorgaben des Vermarkters
Länge, Seitenverhältnis, Dateiformat, Bitrate und Lieferfrist unterscheiden sich je Vermarkter und Screen. Einen einheitlichen deutschen Standard gibt es nicht. Fordere daher die Mediadaten an, bevor du produzierst.
Gängige Auflösungen sind 1920×1080 im Querformat und 1080×1920 im Hochformat, so nennt es Signagelive. Ob dein Screen eine dieser Größen oder ein Sonderformat nutzt, steht in den Mediadaten.
Kurz, ohne Ton, mit wenigen Wörtern
Wer an einem Screen vorbeigeht, schaut oft nur 2 bis 3 Sekunden hin. Digital Signage Today empfiehlt für belebte Bereiche Videos von 15 bis 30 Sekunden und eine Überschrift mit 3 bis 7 Wörtern. Das sind Leitfaden-Werte, keine Normen.
Viele Screens spielen ohne Ton. Dein Spot muss deshalb im Bild funktionieren. Ein Satz, ein Bild, ein klarer Schluss. Der Spot braucht einen klaren Einstieg. Die ersten Sekunden entscheiden, mehr dazu in Hook im Video.
Gestaltung für den öffentlichen Raum
Im öffentlichen Raum konkurriert dein Spot mit allem, was um ihn herum passiert. Passanten laufen, fahren oder warten. Der Spot hat deshalb eine Aufgabe: Aufmerksamkeit holen und eine Information hinterlassen.
Setze auf große Flächen, hohen Kontrast und ein einziges Motiv. Feine Details gehen auf Entfernung verloren. Die Brown University empfiehlt eine kleinste Schrift von 20 Punkt, besser 30 Punkt. Auf Außenscreens darf es deutlich größer sein.
Die Marke erscheint früh und groß, nicht erst am Ende. Ein Spot, dessen Absender man nach zwei Sekunden nicht kennt, verschenkt seine Sendezeit. Am Schluss steht eine einzige Handlung, zum Beispiel ein Ort oder eine Webadresse.
Lieferung und Abnahme
Die meisten Vermarkter prüfen deinen Spot, bevor er läuft. Dabei kontrolliert der Vermarkter Format, Länge und Dateityp und manchmal auch den Inhalt. Plane dafür Puffer ein, denn bei Beanstandung geht die Datei zurück zu dir.
Frage deshalb nach, bis wann die Datei vorliegen muss und wie die Abnahme abläuft. Ein Beispiel für eine Lieferfrist liefert die Messe Dornbirn mit drei Wochen Vorlauf. Bei DOOH-Vermarktern gelten eigene Fristen.
Halte außerdem fest, wer die Freigabe gibt. Bei Kampagnen mit Agentur sind oft mehrere Personen beteiligt. Je klarer die Zuständigkeit, desto kürzer der Weg bis zur Ausspielung.
Blitze vermeiden
Schnelle Hell-Dunkel-Wechsel können für manche Menschen ein Risiko sein. Die WCAG 2.3.1 nennt als Grenze: nichts, das öfter als dreimal in einer Sekunde blitzt. Die WCAG gelten formal für Webinhalte. Als Gestaltungsregel für Displays eignet sich die Grenze trotzdem.
Wir bauen Übergänge deshalb ruhig und ohne Stroboskop-Effekte. Das ist eine Gestaltungsregel, keine Rechtsauskunft und kein Rechtsrat. Allgemeine Information, kein Rechtsrat.

In fünf Schritten zum DOOH-Spot
So gehst du vor:
- Schritt 1:Vorgaben holenFrage beim Vermarkter Länge, Format, Dateityp und Frist ab.
- Schritt 2:StoryboardPlane eine Botschaft in wenigen Szenen, lesbar ohne Ton.
- Schritt 3:Spot bauenGestalte den Spot in der geforderten Auflösung.
- Schritt 4:Prüfen lassenSchicke die Datei zur technischen Abnahme an den Vermarkter.
- Schritt 5:AusspielungNach der Freigabe läuft der Spot im gebuchten Zeitraum.
So arbeiten wir an Spots
Aus unserer Arbeit
sechzigsekunden startet mit einem Interview von etwa 10 Minuten. Im kostenlosen Storyboard-Call zeigen wir dir das Storyboard und legen die Vorgaben deines Vermarkters daneben. Du gibst frei, bevor beauftragt wird.
Wir liefern jeden Film im Querformat 16:9 und im Hochformat 9:16. Die Loop-Logik leiten wir aus unseren 60-Sekunden-Filmen ab, den Look aus der Stil-Bibliothek. Den Zeitplan klären wir im Storyboard-Call.

Fragen und Antworten
Wie lang ist ein DOOH-Spot?
Das hängt von Vermarkter und Screen ab. Leitfäden nennen 15 bis 30 Sekunden für belebte Bereiche. Verbindlich sind die Mediadaten.
Braucht ein DOOH-Spot Ton?
Viele Screens spielen ohne Ton. Plane deshalb so, dass der Spot im Bild wirkt, und prüfe die Vorgaben.
Wer bucht die Sendezeit?
Du oder deine Agentur buchen beim Vermarkter. Wir liefern den Spot, wir vermitteln keine Flächen.
Gibt es dafür einen Festpreis?
Der Preis hängt vom Umfang ab und wird im Storyboard-Call besprochen. Mehr in den Fragen und Antworten.





