Was eine Vorlage liefert und was fehlt
Eine Erklärvideo-Vorlage ist ein vorgebautes Gerüst aus Szenen, Figuren und Bewegungen. Du füllst es mit eigenem Text, Farben und Logo. Das Gerüst liegt als Projektdatei für Animationssoftware vor oder steckt in einem Online-Editor.
- Enthalten: Szenenfolge, Layout, Figuren, Bewegungen, Platzhalter für Text und Logo.
- Oft nicht enthalten: Botschaft, Skript, Sprecher, Lizenz für Musik und Schriften.
- Bei dir: Länge pro Szene, Format je Kanal, Freigabe im Haus.
Der Aufwand steckt im Anpassen. Die Animation ist oft auf die Länge des Platzhaltertextes getaktet. Ist dein Satz länger, verschiebst du das Timing Szene für Szene. Fehlt eine Schrift, setzt die Software meist eine andere ein, und die Zeilenumbrüche wandern. Mehr zum Selbermachen steht unter Erklärvideo selbst erstellen.
Wann eine Vorlage besser passt
Eine Vorlage passt, wenn die Aufgabe klein ist und du die Kontrolle behalten willst:
- Intern: Ein Update fürs Team oder eine Einweisung, die kein eigenes Aussehen braucht.
- Prototyp: Du testest eine Botschaft, bevor du einen eigenen Film beauftragst.
- Serie: Viele Videos mit gleichem Aufbau, die du selbst pflegst.
- Kenntnis im Haus: Jemand beherrscht die Software und hat Zeit.
- Kontrolle: Du änderst jederzeit selbst und planst mit Kauf oder Abo.
In diesen Fällen lohnt sich ein eigener Film oft nicht. Stile im Überblick: Erklärfilm-Stile.
Wann ein eigener Film passt
Eine gekaufte Vorlage ist meist nicht exklusiv. Dieselbe Szenenfolge und dieselben Figuren können in Videos anderer Firmen auftauchen. Auf der Startseite und im Vertrieb zählt Wiedererkennung, dort kann das stören.
Ein individueller Film lohnt sich, wenn Szenen und Sprechertext aus deinem Angebot entstehen sollen. Software und Anpassungszeit musst du dafür nicht einplanen.
Unser Film hat 60 Sekunden, ist gestaltet statt gedreht und kommt im Quer- und Hochformat. Stile findest du unter Projekte.
Aufwand, Risiko und Lizenz
Nach dem Kauf brauchst du Zeit für Text, Ton und Export, Software in passender Version und manchmal Erweiterungen mit eigener Lizenz. Öffnet sich eine Projektdatei nicht oder sieht sie anders aus, fehlt oft eine Erweiterung, eine Schrift oder die passende Version.
Prüfe die Lizenz vor dem Kauf. Nach deutschem Recht (§ 31 UrhG) kann ein Nutzungsrecht einfach oder ausschließlich sein und räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränkt werden. Vorlagen-Lizenzen sind oft als einfaches Nutzungsrecht gestaltet und unterscheiden je nach Anbieter nach Einsatz, etwa privat, gewerblich, Werbung oder Weitergabe an Kunden.
Typische Fehler: Die Lizenz gilt für ein Projekt, du machst aber mehrere Filme. Musik oder Schrift steckt nicht in der Lizenz der Vorlage, du nutzt sie trotzdem. Bezahlte Werbung verlangt je nach Lizenz eine eigene Stufe. Stehen Nutzungsarten nicht einzeln im Vertrag, bestimmt der Vertragszweck den Umfang (§ 31 Abs. 5 UrhG). Speichere Lizenztext und Kaufbeleg mit Datum. Die Hinweise hier sind allgemein und keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Unser Film braucht keine Vorlagen-Lizenz, den Umfang der Nutzung regeln die AGB. Für Projektdateien vereinbarst du einen Nachtrag. Mehr zu Rechten steht unter Nutzungsrechte am Erklärfilm.
Vorlage und eigenen Film kombinieren
Du kannst beide Wege verbinden. Mit einer Vorlage testest du eine Idee intern: Welche Szene trägt, welcher Satz fehlt, wie lang darf der Text sein.
Soll das Video nach außen gehen, erzählst du im Interview, was der Test gezeigt hat. Interne Updates machst du weiter mit der Vorlage.
So läuft es bei sechzigsekunden
Drei Schritte. Du brauchst keine Software und keinen Dreh.
- Schritt 1:InterviewStatt Texte in Platzhalter zu setzen, beantwortest du Fragen zu Angebot und Kunden. Du sprichst oder tippst, wann du willst. Insgesamt sind es etwa 4 Minuten Sprechzeit.
- Schritt 2:Storyboard-CallIm Call zeigen wir dir alle Szenen, per Mail kommt das Storyboard nicht. Vorher kaufst du nichts, auch keine Lizenz.
- Schritt 3:Film in 7 Werktagen*Wir gestalten und animieren den Film, setzen Musik und Ton und liefern ihn im Quer- und im Hochformat. Dazu gehört eine Korrekturrunde. Die Frist beginnt, sobald Interview und Storyboard-Freigabe vollständig vorliegen.
Fragen und Antworten
Reicht eine Erklärvideo-Vorlage für ein Unternehmensvideo?
Für interne Videos und Prototypen meist ja. Für ein Video nach außen prüfe, ob andere Firmen dieselbe Vorlage nutzen und ob die Lizenz den Einsatz abdeckt. Plane außerdem Zeit zum Anpassen ein.
Darf ich eine Erklärvideo-Vorlage gewerblich nutzen?
Das regelt die Lizenz der Vorlage, und sie unterscheidet sich je nach Anbieter. Lies vor dem Kauf, welche Nutzungsarten, Kanäle und Projekte sie erlaubt und ob Musik und Schriften extra lizenziert sind.
Wie lange dauert es, eine Erklärvideo-Vorlage anzupassen?
Das hängt von Szenenzahl, Textlänge und deiner Erfahrung mit der Software ab. Plane außer dem Einsetzen auch Skript, Tonaufnahme, Korrekturen und Export ein.
Brauche ich für eine Erklärvideo-Vorlage Animationssoftware?
Bei einer Projektdatei ja, meist in passender Version, oft mit bestimmten Schriften und Erweiterungen. Vorlagen in Online-Editoren bearbeitest du im Browser.





